Produzenten

Meister Yaqub - Ledertaschenproduzent - Kabul

 

Ledertaschen von Meister Yaqub aus Kabul

Gundaras Ledertaschen werden manuell in einer kleinen Manufaktur im Herzen Kabuls gefertigt. Meister Yaqub gehört diese Manufaktur. In seinem Leben hat er bereits viele Schicksalsschläge erlebt. Vor der Machtübernahme der Taliban hatte er eine Manufaktur in Kabul und exportierte sogar Ledertaschen in die Sowjetunion. Als die Taliban dann die Macht übernahmen, floh er mit seiner Familie nach Pakistan. Nach dem Fall der Taliban kam er mit seiner Familie zurück nach Kabul und baute eine kleine Manufaktur auf. Als wir Herrn Yaqub 2007 kennenlernten, war gerade seine älteste Tochter (von sieben Kindern) aufgrund einer Krankheit verstorben. Zwei Selbstmordattentate, die auf die indische Botschaft gegnüber der Manufaktur abzielten, zerstörten auch teilweise die Manufaktur. Zum Glück wurde niemand verletzt! Meister Yaqub und seine Mitarbeiter fertigen die Naturleder-Taschen (meist aus natürlich gegerbtem afghanischem Leder) per Hand in Kabul. Für die Herstellung dieser einzigartigen Ledertaschen werden alte Techniken, natürliche Materialien und nachhaltige Produktionsmethoden verwendet. Meister Yaqub fertigt die Ledertaschen vor allem aus naturfarbenem Ziegenleder (und teilweise gefärbtem Schafsleder). Das robuste Ziegenleder wird in Mazar-i Sharif, Nord-Afghanistan, auf natürliche Weise (mit Rhabarberwurzeln, Grantapfelschalen etc.) gegerbt. Die gesamte Wertschöpfungskette findet in Afghanistan statt. Das Leder wird größtenteils in Nord-Afghanistan produziert und in Kabul verarbeitet. Das gefärbte Schafsleder ist dünner und weicher als das Ziegenleder. Das Schafsleder wird aus Pakistan importiert. Die Ledertaschen, die wir bei Meister Yaqub produzieren lassen, kombinieren zentral- und südasiatische Muster mit westlichen Ansprüchen an Ästethik- und Funktionalität. Durch den Kauf von Gundara-Ledertaschen unterstützten Sie afghanische Handwerker in Kabul auf sehr direkte Weise. Etwa 25% des Verkaufspreises der Ledertaschen gehen zurück an die Ledertaschen-Produzenten in Kabul. Die von Meister Yaqub gefertigten Naturleder-Taschen dunkeln mit der Zeit sehr schön nach, werden weicher und glänzender.

Sankara - Ledertaschenproduzent -Burkina Faso - Gundara

Ledertaschen von Sankara und Leonard aus Ouagadougou (Burkina Faso)

Leonard und Sankara fertigen in ihrer Manufaktur in Quagadougou (Burkina Faso) per Hand wunderschöne Ledertaschen aus farbigem Ziegenleder. Leonard und Sankara sind beide gehbehindert. Eine Nonne hat ihnen geholfen, die Manufaktur aufzubauen. Sie sind froh, so eine Möglichkeit gefunden zu haben, ihr eigenes Einkommen zu verdienen. In Ougadougou lassen wir unsere Modelle aus Kabul reproduzieren.
 

Handgewebte Plaids von Hazer Gul (ICIA) aus dem Swat-Tal in West-Pakistan


Hazer Gul - ICIA - handgewebte Wolldecken - West-PakistanHazer Gul gründete in 2004 die “Islampur Cottage Industries Association” für Kunsthandwerker im Swat-Tal in West-Pakistan, aus der Gundara seine wunderschönen Woll-Plaids bezieht. Durch diese Initiative wollte Hazer Gul dazu beitragen, unfreies Arbeiten in Manufakturen und Heimarbeit in Teilen Pakistans abzuschaffen. Hazer Gul wurde 1976 in Islampur, im Swat-Tal in West-Pakistan, in eine arme Familie geboren. Mit acht Jahren begann er, seine Familie mit dem Sammeln von Feuerholz zuunterstützen. Mit 16 Jahren wurde Hazer Gul Weber. Er arbeitete acht Jahre lang für mehr als neun Stunden pro Tag. Dennoch konnte er damit nie genug Geld verdienen, um seine Familie zu ernähren. Ihm fiel auf, dass Weber von Zwischenhändlern ausgenutzt wurden und ihm wurde klar, dass die Lösung für dieses Problem von den Arbeitern selbst kommen musste. Das Hauptproblem war, dass die Weber kein Gehalt bekamen, sondern mit Essen bezahlt wurden. So konnten sie nichts ansparen, um aus dieser Abhängigkeit auszubrechen. Irgendwie schaffte es Hazer Gul dennoch, sich aus dieser Abhängigkeit zu befreien. Er besuchte die Schule, während er als Nebenjob Pumpen wartete. Da Hazer Gul die Wasserversorgung seines Dorfes verbessern wollte, gründete er eine Selbsthilfeorganisation. Die Idee war, ein Bewusstsein für Probleme innerhalb der Dorfgemeinschaft zu schaffen und ein besseres Verständnis dafür, dass Probleme wie Analphabetismus, zunehmende Verschmutzung etc. alle damit zusammenhingen, dass die Weber unfrei waren und ihr Schicksal nicht selbst in die Hand nahmen. Hazer Gul begann in seinem Heimatdorf in Swat, unter den Arbeitern ein Bewusstsein
für ihre Rechte, die Kraft der Gemeinschaft und die Notwendigkeit für Bildung zu schaffen. Schritt für Schritt gelang es ihm, informelle Arbeiter als unabhängige wirtschaftliche Akteure in den Wirtschaftskreislauf zu integrieren. Das Ergebnis ist unter anderem, dass heute mehr als 5.000 Webstühle in Islampur der Dorfgemeinschaft gehören (1998 waren es nur 1.200) und die Weber somit selbstbestimmter und unabhängiger von der Händlern agieren können.


 

Ledertaschen von Gillie Lightfoot (Jackal & Hide) aus Lusaka (Sambia)Jackal & Hide - Ledertaschenproduzenten - Sambia

Jackal and Hide wurde von der Sambierin Gillie Lightfoot gegründet, die Jahrzehnte zuvor bereits die Marke Tribal Textiles gegründet hatte. Gillie Lightfoot gründete Jackal and Hide als sie auf die Sugarbush Farm, einen kleinen Bio-Hof außerhalb von Lusaka in Sambia zog. Zu dieser Zeit wollte Gillie in ihrem Zuhause einen kleineren Workshop aufbauen, in dem sie tagtäglich wieder praktischer und enger zusammen mit Kunsthandwerkern würde zusammen arbeiten können. Zu dieser Zeit entdeckte sie auch wunderschöne, lokal gegerbte Kuhhäute. Damals gab es in Sambia praktisch keine Produktion von Lederartikeln. Eine neue Idee und Chance war geboren: Ein neues Team von Schneidern auszubilden und mit diesen zusammen zu arbeiten und mit ihnen zusammen einzigartige Taschen und Accessoires mit einem afrikanischen Touch zu entwerfen und herzustellen. Alle Taschen sind Unikate und tragen Gillies Stempel. Sie sind mit handverlesenen Steinperlen aus aller Welt, recykelten Kuhhörnern etc. verziert. Alle Taschen sind gefüttert, meist mit handbemalten Stoffen von Tribal Textiles. Alle (Reiß-)Verschlüsse etc. werden importiert, um beste Qualität sicherstellen zu können.

 

Yakhaar-Schafwoll-Schals von Nasreen Sheikh aus Kathmandu (Nepal)

Nasreen Sheikh - Local Women's Handicrafts - NepalNasreen Sheikh gründete Local Women's Handicrafts (LWH). Sie wuchs in Rajura bei Kathmandu in Nepal auf. Den meisten Frauen in Rajura ist der Zugang zu Bildung verwehrt. Ihre Aufgabe ist es, Frau und Mutter zu sein. Oft werden sie in die Ehe mit einem Mann gezwungen. Dies führt oftmals zu Problemen wie z.B. Missbrauch. Bereits mit 11 Jahren hatte Nasreen große Angst, das man sie in eine arrangierte Ehe zwingen würde. Deshalb verliess sie ihr Dorf, um mit ihrem älteren Bruder in Kathmandu zu leben. Nasreen half ihm, wo sie konnte, um bei ihm bleiben zu dürfen. Leider verlor er bald seinen Job und konnte sie nicht länger mit versorgen. Er bat Nasreen deshalb, nach Hause zurückzukehren. Nasreen war verzweifelt. In der Nacht, bevor sie zurückkehren sollte, konnte sie nicht schlafen. Sie stand um fünf Uhr morgens auf und setzte sich auf die Treppe vorm Haus, um das erwachende Leben in den Straßen Kathmandus zu beobachten. Sie träumte davon, das Leben derer zu führen, die sie sah. Ein Hund kam vorbei, vor dem sie sich erschrak. Sein Besitzer sagte, dass sie keine Angst haben solle. Nasreen war beeindruckt von der Stimme des Mannes. Sie begann zu weinen und erzählte dem Mann ihre Geschichte. Sie sagte ihm, dass sie auch zur Schule gehen und eine Ausbildung machen wolle und dass sie Angst davor hatte, verheiratet zu werden. Sie erzählte ihm, wie sie aus ihrem Heimatdorf geflohen war. Der Mann zeigte sich beeindruckt von ihrer Geschichte. Er versprach, ihr zu helfen, in Kathmandu bleiben zu können und sie zu unterrichten. Er gab ihr über Jahre hin Unterricht und ermutigte sie, weiter zu lernen. Er bezahlte ihre Schulbildung und gab ihr Hoffnung auf ein neues Leben. Gleichzeitig lernte sie bei ihrem Bruder weiter, kunsthandwerklich zu arbeiten.
Als Nasreen 14 und sie zu siebt waren, beschlossen sie, eine eigene Vereinigung zu gründen. Als Nasreen 18 wurde, begann Nasreens Familie, Druck auf sie auszuüben, endlich zu heiraten. Sie wehrte sich und musste erneut fliehen. Mithilfe ihrer Freunde, ihrer Lehrer und ihres Bruders, gelang es Nasreen, ihren Weg zu gehen. Nasreens Familie wurde aus ihrem Dorf verbannt. Ihre Mutter wurde beschuldigt, ihre Tochter nicht kontrollieren zu können. Nasreen verbrachte viele Jahre mit harter Arbeit und fokussierte sich ganz darauf, den benachteiligten Frauen zu helfen. Viele Leute kamen in ihren Laden und die Geschäfte entwickelten sich gut. Mithilfe ausländischer Freunde gelang es ihr, 25.000 USD zu leihen. Mit diesem Geld kaufte sie ein Stück Land, um eine neue Werkstatt für die Frauen zu bauen, die den Frauen selbst gehören würde. Diese Werkstatt befindet sich derzeit im Bau. Heute beschäftigt Nasreen 28 Frauen, die behindert Ahmed Ataher - produziert in Niger wunderschönen Tuareg-Silberschmucksind oder vor häuslicher Gewalt geflohen sind oder in extremer Armut lebten.


Tuareg-Silberschmuck von Ahmed, einem Kel-Tamaschek aus Agadez (Niger)

 

Unser Tuareg-Schmuck kommt von Ahmed Ataher, einem Kel Tamaschek (Tuareg-Stamm) aus Niger. Die Kel Tamaschek werden seit eh und je geachtet und gefürchtet. Als Beherrscher des Feuers und der Mineralien sieht man sie im Bund mit den Geistern. So dürfen sie einige Tabus brechen. Schmiede in Niger fertigen auch heute noch alle Metallgegenstände an, die ein Kel Tamaschek benötigt: Messer, Schwerter, Schlösser, Zaumzeug etc., aber auch wunderschönen Silberschmuck mit zahlreichen Symbolen. Wie das Zelt der Kel Tamaschek, dessen Ausrichtung streng festgelegt ist, sind auch die Formen, Muster und Ornamente der Schmuckstücke genauen Regeln unterworfen. Sie erzählen von der spirituellen Welt der Tuareg.
Gundara möchte Ihnen diese Welt der Symbolik und Schönheit näher bringen. Das Buch "Die Enkel der Echse" erzählt die Familiengeschichte der Familie Ataher.


Kooperative Marjana - Bio-Arganöl-Produktion - Essaouira, Marokko

Frauenkooperative Marjana aus Essaouira, Marokko

Marjana ist eine Frauenkooperative, die sich ca. 14km auerhalb Essaouiras im Südwesten Marokkos auf der Straße nach Marakesch befindet. In der Kooperative Marjana stellen Berber-Frauen per Hand Arganöl her. Erst muss die Schale der Nüsse aufgeschlagen werden, um den Kern zu befreien. Das Innere wird dann mithilfe einer Steinmühle zermahlen. Marjana gibt den Frauen die Gelegenheit ein eigenes Einkommen zu verdienen und so an Unabhängigkeit zu gewinnen. Das Arganöl aus der Kooperative Marjana hat Bio-Qualität (zertifiziert durch ECOCERT). Das Arganöl wird aus den Kernen der Argannüsse, die auf Argan-Bäumen (Argania spinosa) wachsen gewonnen und ist endemisch im Südwesten Marokkos. Arganöl ist sehr wertvoll, da es sehr nährstoffreich und zahlreiche wertvolle kosmetische (wirkt z. B. verjüngend) und medizinische Eigentschaften hat.

 

 

 

 

 

Fair gehandelte Ledertaschenvon aus Addis Abeba

Unsere Ledertaschen-Produzentin Eden Gelan war als Beraterin im Ledersektor tätig, bevor sie im September 2015 ihr eigenes Unternehmen Eden - feine handgemachte Ledertaschen aus Äthiopiengründete. Die Idee war, Arbeitsplätze für rehabilitierte Jugendliche zur Verfügung zu stellen und sie zu befähigen, auf eigenen Beinen zu stehen und ihre Ziele zu erreichen. Gleichzeitig wollte Eden äthiopischen Lederprodukte auf internationalen Märkten einführen. Als Beraterin verbrachte Eden Zeit in Gerbereien und Produktionsunternehmen und knüpfte Kontakte. Zuvor hatte sie mit benachteiligten Menschen im Handwerksbereich gearbeitet. Derzeit beschäftigt Eden 10 Personen und hofft im kommenden Jahr auf 20 zu erhöhen. Die meifalsesten Designs werden von Edens Freunde geschaffen. Eden beschäftigt 5 ehemalige Straßenkinder und eine ehemalige Sexarbeiterin. Eden bezieht das Leder aus verschiedenen Gerbereien in und um Addis Abeba.

 

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